Wie vermeide ich Elektrosmog und Strahlung im Schlafzimmer?

Für die meisten Menschen ist das Schlafzimmer vor allem ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen und Kraft tanken kann. Egal, ob zum Schlafen, Lesen oder Entspannen - es ist wichtig, sich im Schlafzimmer....
Elektrosmog im Schlafzimmer
Elektrosmog im Schlafzimmer

Wie vermeide ich Elektrosmog und Strahlung im Schlafzimmer?

Für die meisten Menschen ist das Schlafzimmer vor allem ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen und Kraft tanken kann. Egal, ob zum Schlafen, Lesen oder Entspannen – es ist wichtig, sich im Schlafzimmer nicht ablenken zu lassen, um sich optimal erholen zu können. Dennoch gibt es einige Faktoren, welche sich negativ auf unsere Schlafqualität auswirken können – und einige davon sind für das bloße Auge noch nicht einmal sichtbar. Vor allem Elektrosmog ist ein Thema, mit dem sich die Wissenschaft in den vergangenen Jahren häufiger befasst hat.

 

Doch wie lässt sich dieser vermeiden und wie schädlich ist er wirklich? Alles Wichtige erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Strahlung im Schlafzimmer – gibt es sie wirklich?

Elektrosensibilität ist in den letzten Jahren von einer “Fantasie-Krankheit” zu einer ernstzunehmenden Fähigkeit geworden. Schätzungsweise sind rund 2 % aller Deutschen elektrosensibel. Dies bedeutet, dass sie dort, wo elektromagnetische Strahlung herrscht, körperlich entsprechend darauf reagieren – wie beispielsweise mit Unwohlsein, Kopfschmerzen oder Übelkeit.

Heute steht eindeutig fest, dass elektromagnetische Felder Einfluss auf unseren Körper haben können. Die Strahlung hat eine direkte Auswirkung auf unsere Zellen, jedoch ist bislang nicht eindeutig geklärt worden, ob dadurch auch Krankheiten entstehen können. Deshalb befasst sich die Wissenschaft derzeit mit möglichen Zusammenhängen. Vermutet wird, dass bestimmte Verursacher, darunter Hochspannungsleitungen, unter Umständen eine krebserregende Strahlung aussenden. Ob das auch für Spannungsfelder gilt, die uns Tag für Tag im Haushalt umgeben, steht momentan noch nicht fest und wird noch erforscht.

Eindeutig fest steht dagegen jedoch, das elektrosensible Menschen sich durchaus von der Strahlung beeinflussen lassen können. Die körperlichen Beschwerden, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder Schlafprobleme, sind keine Seltenheit. Dazu kommen unter anderem depressive Verstimmungen oder ein schwaches Immunsystem – all das kann durch ein elektromagnetisches Feld begünstigt werden.

Doch welche Geräte sind es, die eine solche Strahlung im Schlafzimmer aussenden können? Vor allem handelt es sich dabei um Fernseher, die auch im Standby-Modus strahlen, Radiowecker, das Smartphone oder Tablet, Heizdecken, Babyphones oder auch Leselampen mit Halogenleuchten. Weiterhin gibt es auch Strahlen, die von anderen Räumen aus ins Schlafzimmer gelangen können, darunter der WLAN-Router, kabellose Festnetztelefone oder Handymasten. Auch Hochspannungsleitungen können unsere Schlafqualität negativ beeinflussen. Deshalb ist es anzuraten, entsprechende Geräte so weit wie möglich vom Bett weg zu platzieren und das Smartphone nachts abzuschalten.

Abgegeben werden die messbaren elektromagnetischen Felder stets von elektrischen Geräten. Hier muss noch einmal zwischen niederfrequenter und hochfrequenter Strahlung unterschieden werden, auf welche elektrosensible Menschen reagieren können. Mögliche Quellen elektromagnetischer Felder sind beispielsweise Rund- oder Mobilfunkstrahlen sowie auch Bluetooth, Radar- und Mikrowellenstrahlen.

Wo ist die elektromagnetische Strahlung am intensivsten?

Elektromagnetische, elektrische oder auch magnetische Felder können in einem Radius von mehreren Metern um das betroffene Gerät gemessen werden – oft sogar noch über weitere Distanzen. Je mehr man sich der Quelle nähert, desto höher ist auch die Belastung auf unseren Körper. Doch nicht nur von den elektrischen Geräten selbst kann eine konstante Spannung ausgehen. Auch Verlängerungskabel, Stromleitungen in der Wand oder andere Kabel können ein Grund sein.

Gesundheitliche Auswirkungen der Strahlen auf unseren Körper

Weil elektrosensible Menschen vollkommen verschieden auf Strahlung reagieren kann, ist es oft nicht so einfach festzustellen, ob etwaige Beschwerden darauf zurückzuführen sind. Die meisten Menschen klagen allerdings über ähnliche Symptome, wie beispielsweise Kreislaufbeschwerden, Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Veränderungen des Blutdrucks, gestörter Stoffwechsel oder sogar Herzrhythmusprobleme. Muskelverspannungen, ein schwaches Immunsystem, dauerhafte Müdigkeit oder Gelenkschmerzen können weitere Begleiterscheinungen sein.

Wie sich die Strahlenbelastung in der Nacht reduzieren lässt

Die einfachste und preiswerteste Lösung ist natürlich, sämtliche elektrische Geräte einfach in einen anderen Raum zu stellen. Lässt sich dies nicht durchführen, gibt es zumindest die Möglichkeit, nachts den Stecker zu ziehen. Um sich effektiv vor Stromkabeln in den Wänden zu schützen, ist es außerdem anzuraten, das Bett einige Zentimeter von der Wand zu entfernen. Wenn möglich, sollten Strom- oder Verlängerungskabel nicht rund um das Bett, sondern in einiger Entfernung verlegt werden. Hier kann eine Mehrfachsteckdose mit Kippschalter eine gute Lösung sein, um die Stromzufuhr manuell zu regeln.

Möchte man unbedingt eine Heizdecke verwenden, ist es anzuraten, das Bett im Vorfeld damit aufzuheizen und sie anschließend aus dem Bett zu nehmen, wenn man sich hineinlegt. Möchte man das Smartphone im Schlafzimmer als Wecker verwenden, sollte dies nicht auf dem Nachttisch, sondern in einigen Metern Entfernung platziert werden. Und: Laden Sie Ihr Mobiltelefon nicht über Nacht im Schlafzimmer auf, sondern eher tagsüber. Wer generell elektrosensibel ist, ist mit einem metallfreien Bett, wie beispielsweise aus Holz, gut beraten. Auch Matratzen aus Latex oder Kaltschaum sind eine gute Wahl.

Besser schlafen ohne die Belastung durch Elektrosmog – was außerdem wichtig ist

Vermutet man, auf elektrische Strahlung zu reagieren und möchte daher auf Elektrosmog im Schlafzimmer verzichten, sollte man nicht mit Ergebnissen über Nacht rechnen. Denn auch wenn man alle Strahlungsquellen aus der direkten Umgebung entfernt, kann es einige Zeit dauern, bis der Körper entsprechend darauf reagiert. Wissenschaftler vermuten, dass elektrische Geräte eine gewisse Nachwirkung haben. Deshalb sollte man sich etwa 14 Tage Zeit geben und beobachten, ob sich etwas verändert.

Entfernen Sie abends den Stecker von Telefon und Router, wenn Sie diese ohnehin gerade nicht benötigen. Die Geräte sollten sicher abgeschaltet sein, auch WLAN- und Bluetooth-Verbindungen werden am besten gekappt. Eine andere Möglichkeit ist, die Sicherungen herauszunehmen, um den Stromkreis im Schlafzimmer vollständig zu unterbrechen.

In den ersten zwei Wochen der Umstellung ist es ratsam, die Einschlaf- und Aufwachzeit zu notieren – hier reichen auch ungefähre Werte, um eine Tendenz festzustellen. Auch sollte festgehalten werden, wie man sich morgens fühlt. So lässt sich schnell erkennen, ob es zwischen der Schlafqualität und Elektrosmog einen Zusammenhang gibt. Stellt man eine klar positive Veränderung fest, ist es unter Umständen sinnvoll, den Zustand dauerhaft beizubehalten und künftig auf alle elektrischen Geräte in der Nähe des Schlafzimmers zu verzichten. Die meisten Menschen empfinden es als deutlich angenehmer, ohne elektrische Strahlung in der Nähe zu schlafen.

Ist man davon überzeugt, dass die elektromagnetische Strahlung tatsächlich einen negativen Einfluss auf den eigenen Körper und das Wohlbefinden hat, sollte man sich prinzipiell davor schützen und alle möglichen Maßnahmen anstreben. Auch entsprechende Textilien können gezielt ausgewählt werden: Ein Moskitonetz, das über dem Bett aufgehängt wird und das Bett zu allen Seiten hin abschirmt, kann die Schlafqualität ebenfalls noch verbessern.

Strahlenschutz in der Wohnung – welche Möglichkeiten es gibt

Die beste Lösung ist es, die Strahlung in sämtlichen Wohnräumen nachhaltig zu verringern. Wer seine Räume nacheinander genau überprüft und diese entsprechend renoviert, kann durch eine Umrüstung einen maximalen Schutz für seinen Körper gewährleisten. Hierfür bietet es sich zum Beispiel an, in den Sicherungskasten einen speziellen Netzfreischalter einzubauen. Das bedeutet: Wenn kein Strom vom öffentlichen Netz angefordert wird, sorgt der Schalter von alleine für eine automatische Unterbrechung des Stromkreises und der Verbrauch wird auf ein Minimum reduziert. Betätigt man nun ein elektrisches Gerät, wird die Energie umgehend wieder zugeführt. Es muss also nicht zwingend die Sicherung ausgeschaltet werden, wenn man nicht ganz auf Strom im Haus verzichten möchte.

Wer ein Haus neu baut, sollte sich bei der Verlegung von Leitungen im Gebäude direkt für sogenannte geschirmte Kabel entscheiden. Diese sind zwar mit einer höheren Investition verbunden, vermeiden allerdings dafür, dass elektrische Felder überhaupt erst entstehen können. Eine clevere Kabelführung in Sternform kann die Belastung auf Körper und Geist ebenfalls nachhaltig verringern.

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