Krebsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Felder

Krebsrisiko bei Elektrosmog
Krebsrisiko bei Elektrosmog

Krebsrisiko durch hochfrequente elektromagnetische Felder?

Steigern hochfrequente elektromagnetische Felder das Krebsrisiko?

Diese Frage wird immer wieder kontrovers diskutiert. Eine der wichtigsten internationalen Gesundheitsorganisationen nahm 2011 hierzu Stellung: Sowohl hochfrequente als auch niederfrequente elektromagnetische Felder wurden seitens der WHO (World Health Organisation) als möglicherweise kanzerogen eingestuft (Eingruppierung in Gruppe 2B).

Bewertet wurden für diese Einstufung sechs epidemiologische Studien, über vierzig Versuchstierstudien sowie mehrere Studien, die einen potenziellen kanzerogenen Mechanismus durch hochfrequente magnetische Strahlung untersuchten. Im Einsatz waren für diese Bewertung dreißig renommierte Wissenschaftler.

Die Experten sind sich dabei einig, dass die epidemiologischen Studien zum Thema Handynutzung und Hirntumor Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Glioblastome liefern.
Das Glioblastom stellt die häufigste bösartige Hirntumorerkrankung beim Erwachsenen dar.

Die Studien manifestierten zudem den Verdacht auf ein erhöhtes Risiko für Akustikusneurinome, einen bösartigen Tumor des Hör- und Gleichgewichtsnervs.
Der Risikofaktor für weitere Hirntumorarten wie beispielsweise Meningiome konnte aufgrund der Datenlage noch nicht abschließend beurteilt werden.

Behörden warnen: Internationale Einstufung zu hochfrequenten Elektromagnetfeldern

Die aktuelle Datenlage beziehungsweise Einstufung der internationalen Organisationen haben wir nachfolgend für Dich aufgeführt.

Einschätzung der WHO
Die Einstufung der WHO als möglicherweise kanzerogen haben wir zu Beginn des Textes bereits beschrieben.

Schon im Februar 2003 definierte die WHO zudem: „Das Erscheinungsbild der Elektrosensibilität ist klar anerkannt.“
Ferner schätzte sie eine über einen längeren Zeitraum gemittelte Magnetfeldbelastung von 0,4 µT als möglicherweise verdoppeltes Risiko für puerile (kindheitliche) Leukämie ein.

Einschätzung der EU
Bereits im Jahre 1997 registrierte die EU eine auftretende Symptomatik des Menschen auf Elektrosmog. Unter anderem wurden Beschwerden des Seh- und Hörapparats, des Herz-Kreislauf-Systems und des Verdauungstrakts festgestellt. Hierzu kommen Hautausschläge, Hormon- und Nervenstörungen sowie Schlafprobleme.

Der Council of the European Union hat demzufolge eine Empfehlung zum Schutze der Bevölkerung verabschiedet (Einwirken elektromagnetischer Felder, 1999/519/EC).

Einschätzung der Schweiz
Auch auf der Website des BAG (Schweizer Bundesamt für Gesundheit) findet sich eine Warnung in Bezug auf elektromagnetische Strahlung.

Kurzgefasst: „Verschiedene Studien liefern Hinweise auf biochemische Auswirkungen auch bei schwacher Strahlenbelastung unterhalb der Grenzwerte. So kann schwache hochfrequente Strahlung Hirnströme verändern sowie die Durchblutung und den Stoffwechsel des Gehirns beeinflussen. Ob diese Wirkungsmechanismen für die Gesundheit von Bedeutung sind, ist derzeit noch ungewiss.“

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